Die Gesellschaft

Profil der DKG

Kafkas Texte entstehen im Horizont von deutschen und jüdischen Erzähltraditionen, der Prager deutschen Literatur und des Expressionismus. Zugleich sind sie durch eigentümliche Verfahren geprägt, die nicht nur Effekte der Verfremdung und Verzerrung ins Werk setzen, sondern diese nutzen, um die historischen, politischen und medialen Wirklichkeitsbedingungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu verhandeln. Die DKG verfolgt sowohl poetologische als auch kulturwissenschaftliche Forschungsansätze, um die spezifischen Zusammenhänge zwischen Kafkas Literatur und der Kultur um 1900 wissenschaftlich zu erörtern und für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen. In den Fokus geraten dabei auch die Indienstnahmen von Kafkas Literatur im Zuge theoretischer Reflexionen und aktualisierender Rezeptionsprozesse. Zu denken ist an den Begriff des ‚Kafkaesken‘, der – ausgehend von Kafkas Texten, aber sich auch von diesen loslösend – zu einer Beschreibungsformel wurde für die Unheimlichkeit der Moderne mit ihren undurchschaubaren Prozessen und bürokratischen Machtapparaturen.

Zielsetzungen

Die DKG hat sich zum Ziel gesetzt, die Präsenz Kafkas in der künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeit zu pflegen, zu stärken und mitzugestalten. Dabei setzen wir in unserer Arbeit vier Schwerpunkte:

  • Die DKG fördert den wissenschaftlichen Austausch zum Werk Kafkas in all seinen Facetten. Dies erfolgt über regelmäßige Tagungen sowie die Schriftenreihe Forschungen der Deutschen Kafka-Gesellschaft.
  • Die DKG fördert innovative Forschungsansätze durch die Vernetzung von etablierten Forscher*innen mit Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen. Wir bieten die Möglichkeit, erste Forschungsarbeiten zu Kafka im Rahmen der Gesellschaft zur Diskussion zu stellen und in der Schriftenreihe zu publizieren.
  • Die DKG strebt Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen, Institutionen und Bildungsträgern an, um durch vielfältige Zugänge neue Perspektiven auf Kafkas Werk zu vermitteln. Die Vernetzung des künstlerischen und wissenschaftlichen Kafka-Wissens sowie die Nutzung dieses Wissens für einen kulturellen und institutionellen Austausch sind Hauptanliegen unserer Gesellschaft.
  • Die DKG versteht sich als Plattform, um Publikationen, Veranstaltungen und Projekte zu Kafka für alle Interessierten zu sammeln und wahrnehmbar zu machen. Wir nutzen hierfür unsere Homepage sowie den DKG -Mailverteiler als Informationskanäle.

Vorstand

Prof. Dr. Dirk Oschmann – Präsident

Dr. Alexander Kling – Geschäftsführer

Franziska Youssef – Schatzmeisterin

Valentin Weber – Schriftführer

Weitere Funktionen

Dr. Timo Sestu – Webmaster

Valentin Weber – Redaktionsleitung Rezensionen

Mitglieder

Derzeit besteht die Deutsche Kafka-Gesellschaft aus ca. 100 Mitgliedern aus dem In- und Ausland. Auch Sie können die Arbeit der DKG unterstützen. Nähere Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier.