Kafka interkulturell

Programmflyer

Call for Papers:

Das in vielen Aspekten rätselhafte Werk von Franz Kafka bietet nach wie vor Anlass zu einer ungebrochen vielseitigen und produktiven wissenschaftlichen Rezeption. Aus allen Teilen der Welt beteiligen sich Forscherinnen und Forscher in- und außerhalb der Literaturwissenschaften an der Entwicklung innovativer Fragestellungen und tragen so zu multiperspektivischen Auseinandersetzungen mit der Person und dem Werk des Autors bei. Die unterschiedlichen interdisziplinären und interkulturellen Kontexte der Rezeption fordern dazu heraus, sich verstärkt Fragen nach der Möglichkeit kooperativer Zugänge zur literarischen Arbeit Kafkas zu widmen sowie deren besondere Bedeutung für einen interkulturellen Dialog zu erforschen.

In Zusammenarbeit mit dem Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) organisiert die Deutsche Kafka-Gesellschaft ihre diesjährige Tagung mit dem Thema „Kafka Interkulturell“. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die heutige Kafka-Forschung grundlegenden interkulturellen Fragestellungen nachgeht. Welche Methoden und Interpretations- sowie Annäherungsmöglichkeiten an Kafkas Werk bieten sich an, um interkulturelle Bezüge zu erfassen (Intertextualität / Interdiskursivität, Kafkas Texte als contact zone nach Mary Louise Pratt)? Welche neuen Blickwinkel auf Kafkas Werk ergeben sich durch die Nutzung theoretischer Ansätze beispielsweise für den Kulturaustausch oder die Kulturbegegnung?

Begrüßt werden Beiträge beispielsweise zu folgenden Fragestellungen:

Welche interkulturellen Bezüge sind im Werk Franz Kafkas erkennbar?  (Orientalismus, Postkolonialität, Amerika-Bild, Reisetagebücher, multikulturelle Stadttopographien)

Welche Möglichkeiten und Methoden ergeben sich für eine interkulturelle Rezeption der Werke Kafkas?

  • durch Autoren in Deutschland und anderen Ländern,
  • durch geographische Unterschiede in der Populär-Rezeption,
  • durch Transfer der Interpretationsansätze zwischen den Germanistiken in Deutschland und anderen Ländern.

Für die Beiträge sind jeweils 30 Minuten Vortragszeit und 30 Minuten Diskussion vorgesehen. Es besteht die Möglichkeit einer Veröffentlichung in einem Sammelband der Schriftenreihe der Deutschen Kafka-Gesellschaft, der ein Kompendium zum vorgeschlagenen thematischen Komplex „Kafka interkulturell“ bilden soll.

Die Bitte um Vortragsskizzen und Themenvorschläge richtet sich ausdrücklich auch an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Abstracts mit einem Umfang von nicht über 2000 Zeichen inkl. Curriculum Vitae (zusammen auf einer DIN A4-Seite, Word-Dokument) können bis zum 1. März 2009 eingereicht werden.